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Ich seh, ich seh, was du nicht siehst...

Ich seh, ich seh, was du nicht siehst...

Auf den ersten Blick wirken die Kiesflächen, die für die freie Fließstrecke der Donau in der Wachau charakteristisch sind, karg und unbelebt. Doch auch sie stellen einen besonderen Lebensraum dar - allerdings sind seine Bewohner sehr gut getarnt!

Die Weltkriegs-Schiffswracks bei Ardagger

Die Weltkriegs-Schiffswracks bei Ardagger

Bei Stromkilometer 2086 und 2088,7 liegen die Wracks von zwei „Kriegsschiffen“, die in den letzten Tagen des Krieges in der Donau versenkt wurden. Viele lokale Gerüchte ranken sich um diese beiden Schiffe. Dank einer umfangreichen Aufarbeitung konnte das Schicksal dieser beiden Artilleriefährprame nun geklärt werden.

Mit schwerem Gerät auf „Jagd“ nach kleinen Tierchen

Mit schwerem Gerät auf „Jagd“ nach kleinen Tierchen

Auf Höhe der Hainburger Lände hat sich am rechten Ufer ein Kolk bereits bis zu sieben Meter tief unter dem Niederwasserspiegel (Regulierungsniederwasser RNW) in die Donausohle gegraben, wobei die Eintiefungstendenz bis heute anhält. Der anstehende Untergrund besteht aus feinkörnigem Wiener Tegel, ist also erosionsgefährdet. Untersuchungen aus dem Frühjahr 2020 zeigen Wasserbausteine, die vermutlich schon aus der seitlichen Steinsicherung in diesen Kolk gerutscht sind. Es herrscht also Handlungsbedarf. Ein Pilotprojekt zur Sicherung des Gefahrenkolkes soll Abhilfe schaffen. Geplant ist die Bedeckung der Kolksohle mit schwer erodierbaren Wasserbausteinen, die im Zuge der Gewässervernetzung Spittelauer Arm gewonnen wurden.

Ohne Pflege keine Wiese – jetzt geht die erste Mahd los!

Ohne Pflege keine Wiese – jetzt geht die erste Mahd los!

Überall summt, brummt, zirpt und raschelt es. Die vielfältigen Geräusche in unseren Wiesen sind jetzt nicht mehr zu überhören. Bienen und Hummeln sind in hektische Betriebsamkeit vertieft und fliegen von Blüte zu Blüte, um dann mit vollgepackten Pollen-Höschen nach Hause zurückzukehren. Grillen zirpen und markieren so ihre Reviere, das sind kleine, gut besonnte Bruthöhlen an schütter bewachsenen Stellen der Wiesen. Und frische Gräser und zahlreiche Blüten zeigen, dass auch die Vegetationsperiode ihrem Höhepunkt zusteuert.

Frühling im Naturreservat March-Auen

Frühling im Naturreservat March-Auen

Sobald die Temperaturen die 20°C-Marke erreicht haben, tummeln sich die Menschen in den Marchauen um Biber, Rotbauchunken, Konikpferde aber vor allem um die Ruhe der Au zu genießen und dem Alltagsstress zu entkommen. Gerade jetzt, wo im ganzen Land eine Ausgangssperre gilt, wünscht man sich doch durch die Au zu spazieren und die ganzen Sorgen rund um das Coronavirus zu vergessen. Jedoch muss dieses „Seelenbaumeln“ und „Frischluftatmen“ noch warten, denn aufgrund der Situation sollten sich nicht zu viele Menschen auf den beliebten Wanderwegen in der Au befinden. Aber einen Vorteil hat die ganze Sache, denn nun haben die Störche genug Ruhe, um zu brüten, und hoffentlich können wir dann Mitte Mai/Anfang Juni die Jungstörche wieder bestaunen.