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Vom Kreislauf des Donaukieses – Wie und warum das Geschiebe der Donau gemanagt werden muss

Durch die Staustufen entlang der Donau ist der stetige Abtransport von Kies in der Flusssohle stark eingeschränkt. Daher werden an der Wasserstraße Erhaltungsbaggerungen durchgeführt: Der Donau wird dabei Kies entnommen und an geeigneter Stelle wieder zugegeben.

Baggerschiff am Fluss
Kiesbaggerung östlich von Wien, Foto: © viadonau

Hier wird Schotter vom Donaugrund entfernt, der bald darauf eine eigentümliche Reise antritt. Denn nach vier- bis fünfstündiger Fahrt mit dem Schiff stromaufwärts wird der herausgebaggerte Kies einfach wieder „fallen gelassen“. Dann dauert es etwa 6 Jahre, bis er wieder an der alten Stelle zu finden ist. Wozu also die Mühe?

Durch die Staustufen entlang der Donau ist der stetige Abtransport von Kies in der Flusssohle stark eingeschränkt. Daher werden an der Wasserstraße Erhaltungsbaggerungen durchgeführt: Der Donau wird dabei Kies entnommen und an geeigneter Stelle wieder zugegeben. Vor allem entlang der freien Fließstrecke östlich von Wien hält viadonau damit die Fahrrinne für die Schifffahrt frei. Seit 2009 konnte so und durch Umsetzung von Wasserbauprojekten die Eintiefung der Donausohle in der Nationalparkstrecke deutlich reduziert werden.  

2015 wurde das Geschiebemanagement intensiviert. Heuer werden in Summe etwa 290.000 Kubikmeter Kies auf eine solche Reise geschickt. Zum Transport auf der Schiene wären dafür rund 8.090 vierachsige Güterwaggons erforderlich – ein über 100 km langer Zug!

Baggerschiff am Fluss
Kiesbaggerung östlich von Wien, Foto: © viadonau